Tag des Wassers – 22. März 2026 Thema: „Wasser und Geschlecht“

Tag des Wassers – 22. März 2026 Thema: „Wasser und Geschlecht“

Der Tag des Wassers erinnert uns jedes Jahr daran, wie grundlegend Wasser für unser Leben ist. In diesem Jahr steht ein Thema im Mittelpunkt, das oft übersehen wird – „Wasser und Geschlecht“. Es zeigt, wie eng Wasserzugang und Gleichberechtigung miteinander verbunden sind und wie sehr Wasser darüber entscheidet, welche Chancen Menschen – insbesondere Frauen und Mädchen – im Leben haben.

Geschlechtergerechtigkeit beginnt beim Zugang zu Wasser

In vielen Teilen der Welt sind es vor allem Frauen und Mädchen, die täglich Wasser holen. Was für uns selbstverständlich aus dem Hahn fließt, bedeutet für sie:

  • kilometerlange Wege statt Unterricht
  • körperliche Belastung und gesundheitliche Risiken
  • Unsicherheit und Gefahr auf abgelegenen Strecken.

Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Doch dort, wo es fehlt, fehlen auch Perspektiven. Wo Wasser verfügbar ist, entstehen Möglichkeiten: Mädchen können zur Schule gehen, Frauen können arbeiten, Familien bleiben gesünder. Wasserzugang ist damit ein entscheidender Baustein für mehr Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Fortschritt.

Klimawandel verschärft die Herausforderungen

Dürren, Überschwemmungen und verschmutzte Gewässer zeigen, wie verletzlich unsere wichtigste Ressource ist. Umso wichtiger ist es, Wasser zu schützen – durch verantwortungsvolle Bewirtschaftung, intakte Ökosysteme und moderne, nachhaltige Technologien. Nur so können wir sicherstellen, dass auch kommende Generationen ausreichend und sauberes Wasser zur Verfügung haben.

Unsere Region: Wasser, auf das wir uns verlassen können

Für uns ist es selbstverständlich, jederzeit frisches Trinkwasser zu haben – zum Kochen, Duschen, Trinken oder Blumengießen. Damit das so bleibt, fördern wir unser Wasser mit 14 Brunnen aus einer Tiefe von ca. 160 Metern. Die eiszeitlichen Bodenschichten schützen das Grundwasser dort unten zuverlässig vor äußeren Einflüssen. Im Versorgungsgebiet des Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverbandes sind die geologischen Voraussetzungen sehr ähnlich.

Aus unseren beiden Wasserwerken fließt kein Oberflächenwasser aus dem Wasserhahn, sondern reines Grundwasser. Lebenswichtige Mineralien wie Calcium und Magnesium sind im Wasser gelöst enthalten. Durch Erhitzen wird das gelöste Calcium und Magnesiumkarbonat als feste Ablagerung sichtbar, welche wir als Kalk bezeichnen. Ist im Trinkwasser der Anteil davon hoch, wird von hartem Wasser gesprochen, ist er gering, haben wir es mit weichem Wasser zu tun. Kalk im Trinkwasser hat für uns Menschen viel Positives. Denn „hartes“ Wasser versorgt den Körper mit lebenswichtigem Calcium. Das ist beispielsweise für Zähne und Knochen gut. Magnesium wirkt auf Nerven und Muskulatur. Magnesiummangel begünstigt die Verengung von Arterien sowie den Herzinfarkt. Täglich stellen wir so rund 5 MillionenLiter Trinkwasser bereit – sicher, sauber und von hoher Qualität.

Wer Leitungswasser trinkt, spart nicht nur Geld, sondern vermeidet auch unnötige Transportwege und Verpackungsmüll. Die aktuellen Analysewerte veröffentlichen wir regelmäßig auf unserer Internetseite: www.stadtwerke-waren.de. Es gilt als eines der am strengsten kontrollierte Lebensmittel, strenger als Mineralwasser.

Wir geben dem Wasser seinen Weg zurück

Der Weg des Wassers endet nicht im Abfluss. In unserer Kläranlage reinigen wir das Abwasser aus Haushalten in mehreren mechanischen und biologisch-mechanischen Stufen. Erst wenn es wieder sauber ist, wird es in die Seen eingeleitet – und damit in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

Jeder Mensch verbraucht in M-V im Durchschnitt 100 Liter Wasser pro Tag. Gut geschütztes Grundwasser ist deshalb unsere wichtigste Ressource. Wir sorgen dafür, dass es sauber bleibt – Tag für Tag.

Ihre Stadtwerke Waren GmbH